Skiexkursion 2026

Sieben Tage Schnee und Gemeinschaft im Ahrntal

Fast 17 Stunden dauerte die Anreise ins Ahrntal. Als der Bus des Westerwald-Gymnasiums kurz vor Mitternacht an der Unterkunft ankam, war die Erschöpfung groß, aber ebenso die Vorfreude auf die kommenden Tage. Eine kleine Mitternachtsmahlzeit wartete bereits, und so wurde sogar noch mit einem kleinen Ständchen und Kuchen in einen Geburtstag hineingefeiert. „Auch Busfahrten von 17 Stunden können lustig sein“, fasste eine Schülerin später schmunzelnd zusammen. Kurz darauf verschwanden alle müde auf ihren Zimmern …

Der erste Morgen begann früh. Um sieben Uhr Frühstück, kurz nach acht ging es mit dem Skibus ins Skigebiet Klausberg. Vor dem Start stand die Materialausgabe an, die zügig verlief. Bereits gegen neun Uhr zogen die ersten Gruppen ihre Schwünge auf dem Berg. Während die Fortgeschrittenen Höhen- und Pistenmeter sammelten, starteten die Anfänger im „Klausiland“ am Übungslift und machten dort ihre ersten Erfahrungen im Schnee. Mittags traf man sich am Almboden, stärkte sich und tauschte Eindrücke aus. Am Nachmittag wurde weiter geübt, ausprobiert, hingefallen, aber immer wieder aufgestanden. Um 15:30 Uhr waren alle wieder sicher im Tal und es ging zurück in den Ahrntaler Hof. Der Abend verlief dann eher ruhig bei Spielen im Aufenthaltsraum, Gesprächen und gemeinsamen Lachen über die Stürze des ersten Skitages.

Am zweiten Tag nutzten die „Könner“ die frühe Stunde und gehörten zu den ersten auf der Piste. Ein Geschenk für alle Skifahrerinnen und Skifahrer! Technikübungen wechselten sich mit freieren Fahrten ab, sodass für jeden etwas dabei war. Besonders beeindruckend waren die schnellen Fortschritte. Mehr Sicherheit führte zu mehr Freude, diese zu mehr Spaß und alles zusammen zu noch größerer Motivation. „Wir hatten so viel Spaß zusammen, egal ob auf der Piste und beim Mittagessen, einfach immer“, lautete ein Fazit. Wermutstropfen: Skilehrer Finn verletzte sich an der Hand und musste im Krankenhaus behandelt werden. Für ihn endete die aktive Zeit auf der Piste leider vorzeitig.

Der dritte Tag begann mit Regen, doch gegen Mittag klarte es auf. Die Sonne zeigte sich, und mit ihr stieg die Stimmung. Am Abend stand der Hüttenabend auf der Adleralm in Kasern an. Nach Busfahrt und kleiner Wanderung erreichte die Gruppe die Alm. Dort wurde gesungen, musiziert und getanzt. Der Wirt spielte auf seiner Ziehharmonika, Samuel, Robin und Anton vervollständigten die „Band“ mit urigen Instrumenten und viel Begeisterung. Es war einfach ein toller Abend und auch auf der Wanderung ins Tal hielt sich eine sehr schöne Stimmung in der Gruppe. Mit Gesang und lautem Lachen war das Westerwald-Gymnasium sicher nicht zu überhören, ehe man mit dem Bus zurückfuhr.

Am vierten Tag herrschte Kaiserwetter. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen sorgten für ideale Bedingungen. Die Fortschritte der vergangenen Tage waren deutlich sichtbar, sie zeigten sich in sicheren Schwüngen, kontrollierter Fahrweise und gegenseitiger Rücksichtnahme, egal in welcher der vier Gruppen. Genau so stellt man sich gemeinsames Skifahren vor. Nach der letzten Abfahrt des Tages machte sich die komplette Gruppe auf zum Après-Ski. Gemeinsam feierte man im Hexenkessel, ehe es mit dem Skibus zum Abendessen zurück in die Unterkunft ging. Am Abend folgte Karaoke. Ganze Zimmer traten als Gruppen auf, sangen Klassiker, aktuelle Hits und die ganze Gruppe stimmte immer wieder in die Lieder mit ein und erzeugte Gänsehautmomente. Auch technische Probleme mit dem WLAN konnten der Stimmung nichts anhaben, sodass es schlicht ein schöner Gemeinschaftsabend war.

Der letzte Skitag gilt traditionell als Höhepunkt der Schulskifahrt am Westerwald-Gymnasium. In Kleingruppen durften die Schülerinnen und Schüler frei fahren – eigenständig, verantwortungsvoll, mit Blick füreinander. Nach dem Mittagessen nutzten viele noch die Gelegenheit für eine Fahrt mit dem Klausberg-Flitzer. Tempo und enge Kurven sorgten für zusätzlichen Nervenkitzel und so manchen Freudenschrei. Gegen 14 Uhr stand die letzte gemeinsame Abfahrt an. Wehmut mischte sich unter die Freude. „Man verpasst viel, wenn man nicht mitfährt“, brachte es eine Stimme auf den Punkt. Ab jetzt muss der Klausberg ein Jahr ohne seine Skifahrerinnen und Skifahrer aus dem Westerwald auskommen. Am Abend wurde gepackt, denn die Abreise war für 6:30 Uhr angesetzt.

Pünktlich saßen am nächsten Morgen alle beim Frühstück, bevor es zurück nach Altenkirchen ging.

Es war eine superschöne Fahrt mit euch, mit sportlicher Entwicklung, Gemeinschaftserlebnissen und Verantwortung füreinander. Frau Wittkamp, Herr Born, Herr Döring, Herr Meud und Herr Stahl bedanken sich sehr herzlich bei allen, die diese Skiexkursion des Westerwald-Gymnasiums 2026 zu einem besonderen Erlebnis gemacht haben. Ihr wart eine tolle Gruppe, die es uns leicht gemacht hat. Die Zeit verging viel zu schnell – die Erinnerungen aber bleiben. DANKE! (sta)

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