Die „RITTER DER ABIRUNDE“ feiern ihren Ritterschlag in der Stadthalle
77 Abiturientinnen und Abiturienten aus der Schulgemeinschaft des Westerwald-Gymnasiums Altenkirchen verabschiedet
Am Samstag, den 21. März 2025, war für die Abiturientinnen und Abiturienten des Westerwald-Gymnasiums der große Tag gekommen: Ihre Abschlussfeier mit der Verleihung der Abiturzeugnisse.
Vor der feierlichen Zeugnisvergabe in der Stadthalle Altenkirchen versammelten sich die Abiturientinnen und Abiturienten gemeinsam mit Lehrkräften, Familien und Freunden zum diesjährigen Abiturgottesdienst in der evangelischen Christuskirche. Angelehnt an ihr Abiturmotto „Ritter der Abirunde“ hatten die Abiturientinnen und Abiturienten im Vorfeld Lieder und Bibeltexte ausgewählt und dazu Gebete und Interpretationsansätze entwickelt.
Im Gottesdienst wurde der Psalm 91 gelesen, in dem Gott als Zuflucht, Burg und Schutz beschrieben wird – Bilder, die gut zum Motto des Jahrgangs passten. Dieser wurde abschnittsweise ausgelegt: Dabei ging es um Fragen, die viele junge Menschen am Ende ihrer Schulzeit bewegen: Wie gehe ich mit Unsicherheit und neuen Herausforderungen um? Wo finde ich Halt, wenn vertraute Strukturen wegfallen? Die Beiträge machten deutlich, dass der Psalm keine Garantie für ein problemloses Leben gibt. Vielmehr spricht er von Gottes Begleitung gerade auch in schwierigen Situationen.
Musikalisch wurde der Gottesdienst von unserem ehemaligen Abiturienten Arthur Friesen an der Orgel sowie einem Chor und einer Band aus Abiturientinnen und Abiturienten gestaltet, die eine feierliche und zugleich persönliche Atmosphäre erzeugten. Zum Abschluss des Gottesdienstes sorgte die Abiturientin Rahel Luft mit einem gefühlvoll gesungenen Segenslied für einen echten Gänsehautmoment.
So wurden der Abiturjahrgang 2026 mit guten Wünschen, Vertrauen und der Zusage von Gottes Begleitung in einen neuen Lebensabschnitt entlassen.
Fast – denn mit dem Motto „Ritter der Abirunde – Ehre, wem Abi gebührt“ feierte der diesjährige Abiturjahrgang seinen großen Abschluss und verwandelte die Stadthalle Altenkirchen für einen Abend in eine Bühne voller Erinnerungen, Humor und feierlicher Momente.
Schulleiter Heiko Schnare eröffnete die Veranstaltung und griff das Motto mit einem charmanten Augenzwinkern auf. Wie echte Ritter hätten die Abiturientinnen und Abiturienten Prüfungen, Herausforderungen und manches Turnier des Schulalltags gemeistert. Seine Begrüßung verband heitere Anekdoten aus den letzten neun Schuljahren mit einem Blick auf die gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der Gegenwart, denen sich junge Menschen heute stellen müssen.
Eine besondere Überraschung hatte er für die Abiturientin Veronika Isaak, die als ehrliche Finderin eines 50‑Euro‑Scheins diesen überreicht bekam, nachdem sich kein Besitzer hatte ermitteln lassen.
Heiko Schnare schloss seine Rede mit guten Wünschen für die Zukunft und der Zuversicht, dass ihr „Ritterschlag“ den 77 Abiturientinnen und Abiturienten viele Türen öffnen werde.
Begrüßt hatte er zuvor auch die Ehrengäste, den Landrat Dr. Peter Enders als Vertreter des Schulträgers, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld Fred Jüngerich, den Bürgermeister der Stadt Altenkirchen Ralf Lindenpütz, ferner Klaus Riebeth vom Schulelternbeirat, den Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Ehemaligen Torsten Löhr sowie die weiteren Redner des Abends.
Der Landrat Dr. Peter Enders schloss sich den Gratulationen an und stellte, inspiriert durch das diesjährige Abimotto, eine persönliche Verbindung her: Er erinnerte an seine eigene Schulzeit am Westerwald-Gymnasium, die zwar ohne digitale Endgeräte auskam, aber mit ähnlichen Hoffnungen und Unsicherheiten verbunden war. Die heutigen Herausforderungen seien andere, betonte er, doch gerade die Digitalisierung verlange Mut, Anpassungsfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein.
Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Fred Jüngerich griff diesen Gedanken auf und verband ihn ebenfalls mit dem Abimotto: Die jungen „Ritter und Ritterfräulein“ würden nun in die Welt hinausziehen, zum Studium, zur Ausbildung, zu neuen Erfahrungen und hoffentlich eines Tages mit frischem Wissen und neuen Perspektiven nach Hause zurückkehren.
Der Bürgermeister der Stadt Altenkirchen Ralf Lindenpütz wiederum hob die beruflichen Chancen hervor, die sowohl die Region als auch die Stadt bieten, und betonte, wie sehr junge Menschen mit Ideen und Engagement gebraucht würden.
Der Vorsitzende des Fördervereins Torsten Löhr stellte den Bildungsweg als Entwicklung der Persönlichkeit in den Mittelpunkt. Das Abitur sei ein wichtiger Meilenstein, ein „Ritterschlag“, der eine Etappe abschließe, aber zugleich neue Wege eröffne.
Klaus Riebeth, Vorsitzender des Schulelternbeirats, gratulierte ebenfalls und griff ein Zitat von Mark Twain auf, das die Abiturientinnen und Abiturienten ermutigen sollte, sich selbst treu zu bleiben und an diesem besonderen Abend vor allem eines zu tun: zu feiern.
Der Schülersprecher Janne Rößling (MSS 12) dankte in seiner Rede für die gemeinsame Zeit und hob hervor, dass neben dem Lernen vor allem Erinnerungen, Erlebnisse und der Einfluss auf die Schulgemeinschaft prägend gewesen seien. Für die jüngeren Jahrgänge seien die Abiturientinnen und Abiturienten wichtige Vorbilder gewesen, die Orientierung, Unterstützung und Motivation gegeben hätten.
Die drei Jahrgangsstufensprecher Niklas Pfeiffer, Rosa Sellen und Meike Wienberg ließen anschließend ihren Schulalltag Revue passieren, erzählten humorvolle Anekdoten aus ihrer „Knappenzeit“, aus Unterricht und Pausenhof sowie vom VarieShowtime und von den Studienfahrten, die für viele Lacher sorgten. Sie dankten Eltern, Freunden und Lehrkräften für Unterstützung, Geduld und Vertrauen. Auch ihren Mitschülerinnen und Mitschülern sprachen sie ihren Dank aus, für Zusammenhalt, Freundschaft und die gemeinsame Zeit. Im Anschluss überreichten sie Präsente an Schulleitung, MSS-Leitung, Sekretariat, Hausmeisterteam und Lehrkräfte, die sie in ihrer Oberstufenzeit und rum um die Abiturfeierlichkeiten besonders begleitet hatten. Auch sie selbst wurden von ihrer Stufe bedacht.
Stellvertretend für das Kollegium verabschiedeten Nicola Gmach und Alexander Stahl in ihrem Grußwort die Abiturientinnen und Abiturienten. Passend zum diesjährigen Abimotto „Ritter der Abirunde“ griffen sie Anekdoten von den Studienfahrten, Unterrichtsmomenten der Oberstufenzeit und kleinen Alltagsabenteuern als Etappen eines Ritterturniers auf. Sie gratulierten herzlich und gaben ihnen, inspiriert von den höfischen Tugenden, einen klaren Appell mit auf den Weg: Verantwortung für eigene Fehler zu übernehmen, daraus zu lernen und zugleich ein Freund zu sein, der anderen hilft, ihre Schwierigkeiten „auszulöffeln“ – ohne Eigennutz. Ein besonders emotionaler Moment folgte, als Alexander Stahl, Vater einer Abiturientin, in der Tradition des Minnedienstes ein auswendig gelerntes Gedicht für seine Tochter vortrug und damit für bewegte Gesichter im Publikum sorgte.
Musikalisch wurde der Abend von der Stufenband begleitet, unterstützt von ihren Sängerinnen Meike Wienberg und Rahel Luft, die mit ihren Beiträgen für Atmosphäre und feierliche Stimmung sorgten.
Im weiteren Verlauf wurden Schülerinnen und Schüler für besonderes gesellschaftliches, soziales und schulisches Engagement sowie für herausragende akademische Leistungen geehrt. Den Höhepunkt bildete schließlich die feierliche Überreichung der Abiturzeugnisse – der offizielle Ritterschlag für die „Ritter der Abirunde“. Zusammen mit ihrer Stufe wurden auch die Schülerinnen und Schüler verabschiedet, die erfolgreich den schulischen Teil der Fachhochschulreife erreicht haben.
Die Preisträgerinnen und Preisträger im Einzelnen:
Landrat Dr. Peter Enders ehrte Celine Neumann mit dem Preis für soziales und gesellschaftliches Engagement. Lena Siemens wurde der Preis für vorbildliche Haltung und beispielhaften Einsatz in der Schule des Bildungsministeriums überreicht.
Als jahrgangsbeste Abiturientin wurde Rahel Luft traditionsgemäß vom Verein der Freunde und Ehemaligen des Westerwald-Gymnasiums mit der Traumnote 1,0 geehrt. Sarah Wendisch wurde als Zweitbeste im Abitur mit dem Raiffeisen-Preis der VG Altenkirchen-Flammersfeld durch Fred Jüngerich geehrt. Außerdem erhielt sie den Geschichtspreis des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz e.V. für die besten Leistungen im Fach Geschichte im Abitur. Für die im Fach Ethik erbrachten besonderen Leistungen sprach ihr zudem die Deutsche Gesellschaft für Philosophie e.V. ihre Anerkennung aus.
Dieses Jahr ehrte der Förderverein gleich drei Schüler für das drittbeste Abitur: Laureen Keller, Ben Leiberich und Meike Wienberg, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Philosophie e.V. für ihre im Fach Philosophie erbrachten besonderen Leistungen ihre Anerkennung erhielten. Laureen Keller wurde zudem für herausragende Leistungen im Fach Biologie vom Westerwald-Gymnasium Altenkirchen geehrt.
Der Förderverein ehrte auch die beste Abiturientin, die erst mit Beginn der Oberstufe von einer anderen Schulform ans Westerwald-Gymnasium gekommen war, Alwina Boiko.
Marga Krapp erhielt aus den Händen des Stadtbürgermeisters Ralf Lindenpütz den Sonderpreis der Stadt Altenkirchen als der Schülerin, deren Punktzahl im Abitur dem Stadtalter Altenkirchens von 712 Jahren exakt entsprach.
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e.V. verlieh Paul Lohmaier den DPG Buchpreis als Anerkennung für sehr gute Leistungen im Fach Physik. Den DPG Abiturpreis 2026 der Deutschen Physikalischen Gesellschaft als Anerkennung für sehr gute Leistungen im Fach Physik erhielten auch Emily Steeb und Julian Grieble. Samuel Schollmeyer wurde für seine herausragenden Leistungen im Fach Mathematik mit dem den DMV-Abiturpreis 2026 der Deutschen Mathematiker-Vereinigung geehrt.
Als langjährige Schulsanitäter des Westerwald-Gymnasiums wurden Eren Bozdemir, Celine Neumann, Laureen Keller, Lena Siemens und Emily Steeb geehrt. Ebenfalls gewürdigt wurden als Streitschlichter: Marla Berners, Celine Gippert, Gerrit Hertel, Ben Leiberich, Paul Lohmaier, Branko Petrovic, Alphan Ramadanoglu, Samuel Schollmeyer, Katarina Tomas und Meike Wienberg.
Die Abiturfeier zeigte eindrucksvoll, wie sehr dieser Jahrgang zusammengewachsen ist – und wie viele Menschen ihn auf dem Weg begleitet haben. Mit dem Motto „Ritter der Abirunde“ verabschiedeten sich diese jungen Erwachsenen, die nun bereit sind, neue Wege zu gehen, Herausforderungen anzunehmen und ihre Zukunft mutig zu gestalten.
Ehre, wem Abi gebührt – dieser Jahrgang hat sie sich redlich verdient.
Wir gratulieren ganz herzlich und bedanken uns für einen gelungenen Abend!
Textteil zum Gottesdienst: Kim Ramseger
Textteil zur Feier in der Stadthalle: Nicola Gmach
Fotos Kirche: Alexander Stahl
Fotos Entlassungsfeier: Nicola Gmach; Fotos Lehrerrede/ Blumen für Lehrer: Melanie Wienberg














































































