Wäller Warrior Run 2026

Matsch, Muskelkater und ganz viel Spaß – der Wäller Warrior Run begeistert Altenkirchen

Rund 200 Teilnehmende, neun Hindernisse, Wasser, Schlamm, eine spektakuläre Rutsche – und vor allem jede Menge gemeinsamer Spaß: Mit dem ersten Wäller Warrior Run hat die Jahrgangsstufe 12 des Westerwald-Gymnasiums gezeigt, was entstehen kann, wenn aus einer Idee ein echtes Gemeinschaftsprojekt wird.

Wer am Samstag, 5. September, durch den Parc de Tarbes in Altenkirchen spazierte, war vielleicht doch etwas verwundert und traute seinen Augen kaum. Da liefen Menschen mit Dreck und einem fröhlichen Lachen im Gesicht herum, die miteinander Hindernisse überwanden und voller Energie waren. Dazu hörte man laute Anfeuerungsrufe und gelegentlich vermutlich auch den einen oder anderen überraschten Aufschrei, wenn wieder jemand unfreiwillig Bekanntschaft mit Wasser oder Schlamm machte.

Und genau so sollte es sein. Denn beim Wäller Warrior Run ging es nicht um Bestzeiten, Platzierungen oder Sekunden. Es ging darum, gemeinsam etwas zu erleben, Hindernisse zu überwinden, sich gegenseitig anzufeuern – und dabei auch über sich selbst lachen zu können.

Die Rhein-Zeitung bezeichnete die von der Jahrgangsstufe 12 und insbesondere dem Sport-Leistungskurs organisierte Veranstaltung anschließend als „vollen Erfolg“.

„Es war soooo gut“

Wie gut die Mischung aus Sport, Herausforderung und Spaß funktioniert hat, zeigen am besten die Rückmeldungen der Menschen, die selbst dabei waren.

Ein Teilnehmer schrieb anschließend auf Instagram:

„Es war soooo gut, lustig, anstrengend und nass – ein Danke an die Jungs bei der Matschgrube. Das letzte Mal so viel Spaß hatte ich, als ich mit meinen Kindern Schlitten gefahren bin. Sie sind jetzt 29 und 33, also ein paar Jahre her.“

Mehr kann man sich als Veranstalter eines solchen Tages eigentlich kaum wünschen.

Auch bei anderen blieben ganz bestimmte Hindernisse in Erinnerung:

„Hat einfach richtig Spaß gemacht und die Rutsche war der Hammer!“

Und wer sich über den Parcours gearbeitet hatte, bekam die Folgen teilweise noch am nächsten Tag zu spüren:

„Ich hab solchen Muskelkater in den Armen. Die Slackline war so cool, aber auch anstrengend.“

Aus einer Idee wird ein echtes Großprojekt

Dass am Veranstaltungstag alles so reibungslos klappte, war das Ergebnis vieler Wochen Arbeit. Die Idee war nach einem gemeinsamen Nachtlauf des Sport-LK in Köln entstanden. Warum nur an einer großen Laufveranstaltung teilnehmen? Warum nicht selbst etwas auf die Beine stellen?

Aus dieser ersten Idee wurde Schritt für Schritt der Wäller Warrior Run. Und damit begann für die Schülerinnen und Schüler des Sport-LK und der Jahrgangsstufe 12 ein Schulprojekt, das mit gewöhnlichem Unterricht nur noch wenig gemeinsam hatte.

Hindernisse mussten entwickelt, auf ihre Umsetzbarkeit geprüft und Sicherheitsfragen geklärt werden. Material musste organisiert werden. Zudem mussten Kontakte zu Unterstützern hergestellt und Termine vereinbart werden. Helfer wurden benötigt. Genehmigungen mussten berücksichtigt, Werbung gestaltet, Social-Media-Beiträge produziert, Tickets verkauft, Verpflegung organisiert und schließlich der gesamte Parcours aufgebaut werden.

Kein Projekt ohne Menschen, die mitmachen

So sehr der Wäller Warrior Run ein Schülerprojekt war: Ohne die enorme Unterstützung aus Altenkirchen und der Region wäre ein Veranstaltungstag dieser Größenordnung nicht möglich gewesen.

Was während der Vorbereitung besonders beeindruckte, war deshalb die Bereitschaft unterschiedlichster Menschen, Institutionen, Unternehmen und Familien, unkompliziert zu helfen.

Für nahezu jedes Problem fanden sich Menschen, die sagten: Wir helfen, oder wir kennen jemanden, der helfen kann.

Ein besonderer Dank gilt deshalb Volker Hammer und den Sanitätern des DRK, die für die medizinische Absicherung der Veranstaltung sorgten. Jörg Schüler vom Aktionskreis unterstützte das Projekt mit Zelten. Die Familie Puderbach stellte Paletten zur Verfügung, die Familie Horn half mit Anhänger und Radlader. Westerwaldreifen ermöglichte die Nutzung von Altreifen für den Parcours und die Familie Wassermann finanzierte den Kauf der Startnummern.

Auch der Bauhof der Verbandsgemeinde, die Stadt Altenkirchen, die Verbandsgemeinde Altenkirchen und die Feuerwehr Altenkirchen leisteten wichtige Unterstützung.

Mit der Sparkasse, der Westerwaldbank und Rotary Westerwald standen weitere starke Partner hinter dem Projekt, die sich finanziell engagierten.

Hinzu kamen Menschen, deren Beitrag auf keiner Materialliste erfasst werden kann: die zahlreichen Helferinnen und Helfer aus dem Jahrgang, das Technik-Team, das für beste Stimmung sorgte, die Fotografen, die den Tag in Bildern festhielten, und all jene, die Speisen spendeten und damit für die Verpflegung der Teilnehmenden sorgten.

Die Veranstaltung war sportlich, ohne verbissen zu sein. Herausfordernd, ohne Menschen auszuschließen. Chaotisch genug, um lustig zu sein – und gleichzeitig professionell genug organisiert, damit rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen außergewöhnlichen Tag erleben konnten. So kamen an diesem Tag nicht nur Schülerinnen und Schüler zusammen, sonder nauch viele Ehemalige, Freundesgruppen und ganze Familien, sodas es ein Event für ALLE war!

Dass dies Schülerinnen und Schüler des Westerwald-Gymnasiums geplant, organisiert und gemeinsam mit vielen Unterstützern durchgeführt haben, macht den Wäller Warrior Run zu weit mehr als nur einem gelungenen Sportevent. Er war ein Beispiel dafür, was Schule sein kann.

Ein Ort, an dem aus einer Idee die Verantwortung für ein gemeinsames Projekt wächst.

Ein Ort, an dem junge Menschen erleben, dass ihre Entscheidungen Konsequenzen haben und ihre Arbeit sichtbar wird.

Ein Ort, an dem Zusammenarbeit nicht nur auf einem Arbeitsblatt stattfindet, sondern plötzlich darüber entscheidet, ob am Samstagmorgen ein Hindernis steht oder eine Bratwurst verkauft werden kann.

WIR sagen DANKE!!! (sta)

Fotos von Leon und Willi Bogmann, Jana Beneke, Paul Gerhards und Samuel Krema

Nach oben scrollen