Blutmond 2018

Mondfinsternis  am 27. und 28.Juli 2018

Galerie Blutmond 2018

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Anlässlich  der Mondfinsternis in der Nacht von Freitag,   dem 27. Juli auf Samstag, den 28. Juli unternahmen Mitglieder der Astronomie AG des Westerwaldgymnasiums einen Ausflug nach Wuppertal zur Kooperationsschule in astronomischen Belangen, dem Carl-Fuhlrott-Gymnasium Wuppertal. 

Dort hatten Michael Winkhaus, Physik- und Mathelehrer dort,  und der dort unterrichtende Astrofotograf Bernd Koch aus privaten, von Ihnen aquirierten  Spendengeldern für drei Millionen Euro Equipment auf das Dach der Schule gestellt.  Dies umfasst sechs Beobachtungsinseln auf feststehenden Säulen, die mit Celestron C11 Teleskopen und zusätzlichen Refraktoren als Leitrohre bestückt werden können. Neben den Kameras für die Astrofotografiekurse können auch Spektroskopiekurse  dank der umfassenden Ausrüstung abgehalten werden. Ein großes Teleskop Plane Wave mit 24 Zoll  in einer stationären Rolldachinstallation wurde erst kürzlich auf das Dach des Schulgebäudes mit einem Kran in Millimeterarbeit hoch gehieft. Im Keller der Schule befindet sich das von Schülern selbstgebaute Planetarium, welches unter anderem den Preis für „Jugend forscht“, den größten Jungendwettbewerb Europas für Technik und Naturwissenschaften gewann.

Grund genug der Einladung von Bernd Koch zu folgen, der das Ganze als größeren Event geplant hatte. Zu seiner Überraschung füllte sich das Dach der Schule dann nach und nach mit über 200 Leuten, die alle den Blutmond erleben wollten. Die Beobachter an den Inseln konnten dem Besucherstrom kaum Herr werden, die immer auch wieder einen Blick durch die Teleskope erhaschen wollten.

Zunächst wurden die Anwesenden etwas enttäuscht, da der Mond wegen der Wolken am Horizont verdeckt war. Gegen 22.00 Uhr kam der rotorangene Mond dann doch unter starkem Applaus in Sicht. Zu dieser Zeit war die Totalität(Völlige Verdunklung des Mondes) schon seit einer halben Stunde erreicht. Die Verdunklung des Mondes erfolgt da die Erde zwischen Mond und Sonne steht, der Schatten der Erde verdunkelt den Mond. Der Mond bekommt während der Mondfinsternis seine rote Farbe, da nicht alles Licht von der Erde geblockt wird, ein kleiner Teil des Lichtes der Sonne bricht sich in der Erdatmosphäre und erscheint rot auf dem Mond.

Begleitet wurde der Aufgang des Mondes vom Mars, der tiefer in der Ekliptik südöstlich vom Mond etwas später aufging.

Auch Jupiter und Saturn waren am Himmel zu sehen und wurden an verschiedenen Inseln auch aufgenommen. Sogar die ISS konnte man im Laufe der Beobachtung am Himmel erkennen, wie sie sich durch den Zenit der Himmelskugel bewegte. Durch Stackingmethoden, also der Überlagerung von scharfen Bildern aus Videos, die von der jeweiligen Software herausgefiltert werden, gelang es trotz des sommerlichen schlechten Seeings gute Ergebnisse zu erzielen, wie die Bilder in der Galerie der Planeten zeigen.

Alles in allem war die Beobachtung des Blutmondes für die Astronomen und die Besucher ein voller Erfolg und eine eindrucksvolle Erfahrung.