Unterricht mit beeinträchtigten Kindern - ein Versuch



Unterricht mit beeinträchtigten Kindern - ein Versuch


 

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Nach den sehr positiven Erfahrungen mit dem gemeinsamen Unterricht und der gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Beeinträchtigung in der Grundschule und den ebenfalls positiven Erfahrungen mit dem gemeinsamen Unterricht in der Sekundarstufe I in Hamburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Hessen, sowie in Rheinland-Pfalz an den Schulstandorten Trier, Mainz und Kaiserslautern soll ab dem Schuljahr 1996/97 auch bei uns an der Kooperativen Gesamtschule Altenkirchen der Schulversuch weitergeführt werden.

Erstmals wird dann in der Gemeinsamen Orientierungsstufe eine Integrationsklasse eingerichtet werden.

21 Schüler gehören dieser Klasse an. Die drei beeinträchtigten Schüler sind in dieser Klasse bereits seit dem 1. Schuljahr. Die Schüler sind als Gruppe zusammengewachsen, sie haben gelernt, sich gegenseitig zu tolerieren und die individuelle Persönlichkeitsentwicklung zu akzeptieren. Gemeinschaftliches Denken und Handeln ist ständig gefordert und ist von Schülern wie auch von Lehrern ständig weiterzuentwickeln.

An der Gemeinsamen Orientierungsstufe ist kooperative Teamarbeit klassen- und fächerbezogen nichts Neues. So wird es den Kolleginnen und Kollegen, die in der Integrationsklasse unterrichten werden, nicht schwer fallen, eine konstruktive Teamarbeit zu entwickeln und sie auch zu praktizieren.

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Neu ist allerdings, daß als 2. Lehrer ein Sonderschulpädagoge den Unterricht mitgestaltet. Er hat auch Teamerfahrung, da er bereits in der Erich-Kästner-Schule in Altenkirchen in dieser Klasse unterrichtet hat. So werden die Schülerinnen und Schüler ein vertrautes Gesicht im neuen Schuljahr wiedersehen. Was für alle anderen Klassen an der GOS gilt, gilt auch für diese Klasse ab dem 5. Schuljahr: Es sind mehr als nur zwei Lehrerinnen und/oder zwei Lehrer, die in einer Klasse unterrichten. So werden in der Integrationsklasse fünf Kolleginnen und Kollegen die Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler sein.

Es bleibt zu hoffen, daß auch wir (Schüler, Eltern und Lehrer) an unserer Schule mit dem Schulversuch "Gemeinsamer Unterricht von Kindern mit und ohne Beeinträchtigungen" positive Erfahrungen sowohl in erzieherischem als auch im pädagogischen Sinne machen werden.

D. Winhold