Galerie – Besuch in Ungarn 2012

wappen_pilisvflagge_ungarnUngarnaustausch 2012 – Besuch in Ungarn (18.09. – 29.09.)

Nachdem unsere Gäste aus Ungarn im Mai 2012 in Altenkirchen zu Besuch waren, startet nun die kleine Gruppe der Austausch-Schüler aus dem Westerwald den Gegenbesuch in Ungarn. (Ines Krämer)
Im Folgenden findet sich eine Galerie zu der Fahrt und einige Tagesberichte – zum Lesen der Tagesberichte bitte weiter nach unten scrollen.

Wer mehr Informationen über unsere Partnerschule in Ungarn sucht, findet diese hier: Friedrich-Schiller-Gymnasium.

Galerie

Galerie - Besuch in Ungarn 2012



 

Berichte aus Ungarn (per Mail übermittelt)

+++ Für die Tagesberichte bitte nach unten scrollen +++

Dienstag, 18.09.2012 – Abfahrt
Um 15 Uhr trafen wir uns in Altenkirchen an der Wendeplatte. Alle waren ganz aufgeregt und verabschiedeten sich von ihren Familien. Danach ging es mit dem Bus zum Flughafen nach Köln/Bonn. Um 18.30 Uhr startete unser Flugzeug nach Budapest. Als wir gelandet waren und unsere Koffer hatten, wurden wir von einer netten Dame (Éva Majnek – Betreuerin des Ungarnaustauschs) abgeholt. Diese brachte uns zum Bus, mit dem wir dann zum Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pilisvörösvar fuhren. Dort wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen. Um ca. 21.30 Uhr fuhren wir dann zu ihnen nach Hause und telefonierten mit unseren Eltern. (Hanna Schüchen)

Mittwoch, 19.09.2012 – Begrüßung
Heute hatten wir in den ersten beiden Stunden Unterricht in den Klassen unserer Austauschschüler / -innen. In der dritten und vierten Stunde fand eine Begrüßungsfeier statt. Dort erfuhren wir vieles über die ungarische Währung, ungarische Persönlichkeiten und das Friedrich-Schiller-Gymnasium in Pilisvörösvar. Außerdem gab es leckeren Kuchen.
Danach tauschten wir etwas Geld in Forint um und gingen zu unseren Gastfamilien nach Hause, um mit Ihnen den freien Nachmittag zu verbringen. (Anna-Teresa Geyer, Nadine Dörnach)

Donnerstag, 20.09.2012 – Vàc
Heute besuchten wir die Stadt Vàc. Für Interessierte: http://www.vac.hu/nyelv/de/index.php
Bei einer Stadtführung sahen wir vieles von der Stadt – u.a. den Dom, den Bischofssitz, Kirchen, den Triumphbogen und das Donauufer. Einige Schüler besuchten auch ein Museum, in dem drei gut erhaltene Mumien zu sehen waren, die man bei Bauarbeiten im Keller einer Kirche gefunden hatte. Außerdem durften wir Kleidung anprobieren wie sie die Menschen zu dieser Zeit getragen haben. Nachdem sich alle etwas gestärkt hatten, fuhren wir schließlich mit dem Zug über Budapest zurück nach Pilisvörösvar. (Anna-Teresa Geyer, Nadine Dörnach)

Freitag, 21.09.2012 – Stadtrallye
Der Tag begann wie jeder Tag:
Aufgewacht in einem noch fremden Zimmer, in dem Haus der Gastfamilie. Aufstehen, anziehen, frühstücken und dann mit den Ungarischen Schülern in die Schule und in den Unterricht.
Die ersten beiden Stunden sollte jeder mit seinem, seiner Austauschschüler/in in den normalen Unterricht. Danach fand ein Ausnahmeunterricht nur für die deutschen Schüler und Schülerrinnen statt, – Ungarische Geografie – in welchem sie über die Lage, Beschaffenheit und Einteilung Ungarns in die jeweiligen „Komitate“ (zu dt. Bundesländer) unterrichtet wurden. Dieser dauerte zwei Schulstunden an.
Anschließend wurde wieder ein Besuch im ungarischen Unterricht für eine Schulstunde engagiert.
Für den Rest des Nachmittags wurde eine Stadtrallye organisiert, um in Zweiergruppen (immer die jeweiligen Partner) einige historische Fakten über die Partnerstadt Pilisvörösvár herauszufinden. Die Route führte quer durch die kleine Stadt an Schulen, Denkmälern und Kirchen vorbei und die Fragen hielten dazu an, genauer hinzusehen um sie zu beantworten. Wie zum Beispiel die Fragen, die speziell sich auf die Namen der gestorbenen Menschen imZweiten Weltkrieg, oder die Beziehung einer kirchlichen Statue auf die Stadt Passau bezogen.
Ende der Stationen war eine angesehene Konditorei, „Emil“. Dort wurden die Gruppen dazu eingeladen ein wenig von den ungarischen Backwaren zu kosten.
Der restliche Nachmittag war der freien Gestaltung überlassen.
Gruß aus Ungarn. (Severin Widdau)

Wochenende 22./23.09.2012
Am Wochenende gab es vielerlei Aktivitäten mit den Gastfamilien.
Ausflüge nach Budapest, Estergom und Visegrad, in den Zoo, zum Schwimmen oder zur Sommer-Rodelbahn, aber auch Faulenzen und Ausruhen war angesagt. (Ines Krämer)

Montag, 24.09.2012 – Die Höhlentour
… wird nachgereicht …

Dienstag 25.09.2012 – Ausflug in die Umgebung
Die ersten beiden Stunden sind wir mit unseren Austauschpartnern in den Unterricht gegangen. Dann hatten wir Deutschen eine Theaterstunde, in der wir verschiedene lustige Lockerungs- und Koordinationsübungen gemacht haben. In der vierten Stunde hatten wir Ungarisch mit einem Mädchen, das vor einem Jahr aus Deutschland nach Ungarn gezogen ist. Danach hatten wir wieder eine Stunde normalen Unterricht, bevor wir dann einen Ausflug in die Umgebung gemacht haben.
Wir sind erst durch einen Kiefernwald gewandert und haben erfahren, dass dieses Gebiet vor 30 Mio. Jahren ein Meer war. Es wurde Sandgestein und vor allem Dolomiten angeschwemmt, weshalb einzigartige Pflanzen hier wachsen können. Wir bekamen Aufgaben zum Wald (den Bäumen, dem Gestein etc.) und nachdem wir sie gelöst hatten, sind wir wieder zu Schule gewandert.
(Jasmin Langenberg)

Mittwoch 26.09.2012 – Stadtrundfahrt in Budapest
Um 8.30 Uhr heute Morgen ging die Fahrt los. Während wir nach Budapest fuhren, erzählte uns die Fremdenführerin etwas über Ungarn und die Hauptstadt. Zum Beispiel, dass Budapest aus drei Teilen besteht: Buda (bedeutet Wasser), Pest (bedeutet Ofen) und Alt-Buda.
Zuerst fuhren wir durch die Wasserstadt zum Palast, der in Buda liegt. Diese Stadt wurde im 13. Jahrhundert für die Könige gebaut. Auf dem Burgberg steht auch die Matthiaskirche. Auf der Burg gab es viele weitere Sehenswürdigkeiten und einen tollen Blick über die Donau mit ihren acht Brücken. Dann fuhren wir zur Zitadelle auf den Gellertberg, von wo aus man die ganze Stadt sehen kann. Danach ging es weiter nach Pest, über die Elisabethbrücke in die Innenstadt. Hier kann man noch viele alte Häuser (teilweise aus dem Mittelalter) sehen, viele Hotels,  Theater und Museen. Vorbei am Stadion fuhren wir zum Stadtwäldchen, dem 4. größten Park der Welt. Hier gibt es im Grünen viele Sportanlagen und Möglichkeiten zur Freizeitbeschäftigung, Freilichtbühnen, Restaurants, den Zoo, einen Zirkus, den Lunapark (einen Freizeitpark) und das Verkehrsmuseum. Am Heldenplatz besichtigten wir das Denkmal und fuhren dann zum Westbahnhof. Vor unserer Heimfahrt hatten wir noch freie Zeit um in den vielen Geschäften und Einkaufszentren zu shoppen. (Laura Keil)

Donnerstag 27.09.2012 – Besichtigung einer Marzipanfabrik, Die unsichtbare Ausstellung
Heute haben wir die Marzipanfabrik Szamos in Pilisvörösvar  besucht. Es ist ein Familienunternehmen und es arbeiten acht Familienmitglieder (von Schwägern bis zu den Enkeln) in dieser Fabrik. Sie ist sehr bekannt dafür, dass dort mit Hand gearbeitet wird und keine weiteren künstlichen Stoffe dazu gemischt werden. Das Marzipan besteht hier nur aus Mandeln und Zucker. Für verschiedene Farbsorten werden nur Biofarbmittel benutzt. Anfang der 1960er wurde die Fabrik mit ihren nur Quadratmetern eröffnet. Sie wurde so bekannt, dass heute die Fabrik schon 4000 Quadratmeter misst. 11 Konditoreien und 10 Geschäfte sind alleine in Pilisvörösvar. Zwei Tonnen  Marzipan werden pro Tag hier hergestellt und fein in kleine und große Figuren verarbeitet. Doch nicht nur mit Marzipan handelt die Fabrik, sondern auch mit Schokolade und Eis. Alleine 100 Tonnen Eis werden im Jahr hergestellt und verkauft. Natürlich durften wir auch kleine Kostproben machen und stellten fest, dass dieses Marzipan viel besser und feiner ist, als wir es kennen.
Nach der Fabrik machten wir keinen Stopp und fuhren sofort nach Budapest in die „unsichtbare Ausstellung“. Dort wurden wir damit bekannt gemacht, wie sich Blinde in ihrem alltäglichen Leben fühlen. Und wenn ihr jetzt glaubt, dass wir uns lange Reden anhören durften, dann liegt ihr falsch. Denn wir haben es selbst miterlebt. Wir sind mit einer blinden Frau, die unsere Führerin war, durch eine Tür gegangen. Dort war es dann stockdunkel! Wir konnten unsere Hand vor den Augen nicht mehr sehen. Natürlich mussten wir davor alle Geräte, die leuchten können, abgeben. Doch das war noch nicht alles. Ich kann nicht genau sagen, wie groß das alles war, aber wir gingen dann durch verschiedene „Gegenden“. Natürlich im Dunklen, was sehr lustig war, da man ziemlich oft gegen den anderen gelaufen ist. Zuerst kamen wir in eine Wohnung miit Bad, Küche und Wohnzimmer. Dann auf die Straße, mit Verkehr und einem Obst- und Gemüsestand. Danach gingen wir in einen Wald, mit einer großen Brücke, die wir auch überquerten. Weiter ging es in ein Jägerhaus mit Bett und Tisch und dann in eine Kunstausstellung. Zum Schluss haben wir uns alle auf eine Couch gesetzt, es hat gedauert bis wir diese erstmal gefunden haben, und über unser Erlebnis gesprochen. Uns ist aufgefallen, dass wir andere Gerüche und Geräusche viel mehr wahrgenommen haben. Vor allem war unsere kleine Reise so realistisch gemacht, mit dem Vogelgezwitscher im Wald, dem Verkehrsrauchen auf der Straße und den verschiedenen Gerüchen in der Küche, dass wir dann ganz auf unser Gehör und unsere Nase angewiesen waren. Unsere Führerin erzählte, dass sie selber zwei Kinder hat und ihren Alltag trotz der Blindheit gut schafft. Sie backt Kuchen, kann den Haushalt machen und sich gut um ihre Kinder kümmern. Doch eins haben wir gelernt: Wir haben alle großen Respekt vor Blinden und finden es echt toll, wie sie ihr Leben und ihren Alltag meistern, manchmal sogar besser als Menschen mit einem Sehvermögen. (Lisa Jaap)

Freitag 28.09.2012 – Das Verkehrsmuseum in Budapest
Am letzten Tag des diesjährigen Austausches führte uns unser Weg erneut nach Budapest, wo wir das Verkehrsmuseum im Süden des Stadtwäldchens besuchten. Auf 8000 Quadratmetern Gesamtfläche konnten wir – zunächst mit einem geführten Rundgang, später selbstständig – die Entwicklung der ungarischen Infrastruktur nachvollziehen.
Neben Exponaten aus der Automobilgeschichte, sowie Schiff- und Raumfahrt sind vor allem die weltberühmten Eisenbahnmodelle erwähnenswert. Diese sind in ansprechender Umgebung samt originalgetreuem Bahnhofsgebäude präsentiert und darüber hinaus mit deutschen Hinweisschildern versehen.
Nach zweistündigem Aufenthalt kehrten wir, passenderweise mit Metro, Straßenbahn und Zug zurück zu unseren Gastfamilien.
Doch schon am frühen Abend traf die Gruppe wieder aufeinander, denn anlässlich des baldigen Abschieds kamen wir im Friedrich-Schiller Gymnasium zusammen, um bei einem Buffet aus selbst gemachten Speisen den Austausch ausklingen zu lassen. (Robin Hilse)

Samstag 29.09.2012 – Rückflug
Die Reisegruppe kommt wohlbehalten wieder in Altenkirchen an.



 

 

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