Moin, von den Kursfahrtlern aus Hamburg…

Am 25.10.21 starteten wir mit dem Bus bei morgendlicher Frische, aber dennoch bei schönem Sonnenaufgang, unsere lang ersehnte Kursfahrt in die Hansestadt Hamburg. Leider fehlte Herr Becher, der erkrankt zuhause bleiben musste.

Nach der Busfahrt, die vergleichsweise ruhig war, weil fast alle schliefen, kamen wir gegen 15 Uhr am A&O Hostel an. Nach langem Warten konnten wir schließlich unsere große und unübersichtliche Unterkunft erkunden und unsere Zimmer beziehen. Anschließend fuhren wir direkt zu den Landungsbrücken, um eine sehr interessante Nachtwächtertour zu genießen, welche die ersten Fragen klärte und unser Allgemeinwissen auf sehr interessante Art und Weise erweiterte. Den Abschluss dieser Tour bildete die Reeperbahn. Und was macht man dann? Klar, Getränke trinken wie beispielsweise Astra-Rakete… oder besser gesagt: Nur Astra-Rakete! Wir sind ja schließlich in Hamburg, um selbst die Straßen zu erkunden, außerdem sind ja nun schon fast alle 18.

Am nächsten Tag unternahmen wir dann mit einer Reiseleiterin eine Stadtrundfahrt, um neue Ecken und Kanten dieser faszinierenden Stadt und ihres Hafens von Land aus zu entdecken. Selbstverständlich wurde der Elbtunnel durchquert, welcher über 12 m unter der Elbe verläuft. Eine kleine Rast auf der anderen Seite bei schönem Blick auf die Elbphilharmonie und eine interessante „Raubtier“-Fütterung erwarteten uns. Später ging es noch für die, die Interesse hatten, auf die Besichtigungsplattform der „Elphi“. Bis dahin war unser Tag normal. Fast alle waren wieder im Hostel angekommen, einige aber noch unterwegs, als plötzlich um 23 Uhr das erste Mal der Feueralarm losging. Vorbildlich ruhig, dennoch etwas schockiert, verließen wir das Hostel und fanden uns mehr oder weniger vollständig vor dem Gebäude zusammen. Die Feuerwehr rückte an und gab eine halbe Stunde später Entwarnung. Nachdem alle wieder auf den Zimmern waren, ertönte eine Stunde später nochmal der Alarm. Gleicher Prozess, gleiches Ende. So ging schließlich dieser ereignisreiche Tag zu Ende.

Mittwochs galt es dann, den Hafen und Hamburgs Kanäle vom Boot aus zu erkunden. So hatten wir die Möglichkeit, über den Handel vergangener Zeiten und die aktuelle Handelssituation neue Erkenntnisse zu erlangen. Highlight war jedoch, dass wir eines der größten Containerschiffe zu sehen bekamen, um mal eine ungefähre Vorstellung der gigantischen Ausmaße zu erhalten.

Von der äußeren Betrachtung zum Innenraum eines Schiffes: Um diesen genauer zu untersuchen, ging es auf das Museumsschiff „Cap San Diego“, ein ehemaliges Handelsschiff. Abends folgte dann ein besonderes Highlight: Das Miniatur Wunderland. In mühevoller Handarbeit werden dort – mit Liebe zum Detail – bekannte und berühmte Flecken der Erde nachgebaut. Mindestens genau so beeindruckend war die Speicherstadt bei Nacht, die Herr Pfeiffer uns dringend zeigen wollte. Erst leicht abgeneigt und eigentlich müde wollten wir gar nicht, doch der Anblick hat sich tatsächlich gelohnt. Wer weiß, wie lange diese Konstruktionen und Gebäude noch stehen, wenn der Klimawandel und Naturkatastrophen weitergehen.

Die Uhrzeit zum Aufstehen am nächsten Tag gefiel uns dann nicht sonderlich, wollten wir doch lediglich den Tierpark Hagenbeck besuchen. Dort angekommen gab es aber vieles zu entdecken. Da hat man sich nochmal zehn Jahre jünger gefühlt. Und ja, das kann man im Alter von 18 Jahren auch schon sagen! Am Abend besuchten dann Frau Holschbach und eine kleine Gruppe das Hamburger Stadttheater, um eine sehr inspirierende und unglaublich schöne Vorstellung von „Tina Turner“ zu erleben.

Am 29.10.21 ging es morgens noch früher als am Tag zuvor zum Frühstück, damit wir zwischen acht und halb neun die Heimreise antreten konnten. Von der Busfahrt hat der Großteil der Gruppe wieder nur wenig mitbekommen, denn es gab einiges an Schlaf nachzuholen. So erreichten wir, dank unseres supernetten Busfahrers, schnell und sicher am Nachmittag wieder den schönen Westerwald.

Eine Fahrt, die uns wohl allen in Erinnerung bleiben wird …

Anouk Teerenstra  

 

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