Altenkirchen im Wandel der Zeit – ein Vergleich


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Die Ausstellung, die aufgrund der 20-Jahr-Feier des Jugendzentrums Altenkirchen nach langer Zeit wieder aus der Versenkung aufgetaucht ist, wurde in letzter Zeit zweimal gezeigt, darunter auch einmal in der Eingangshalle unserer Schule. Sie wurde 1980/81 ins Leben gerufen und basierte auf der Idee, die städtebauliche Entwicklung Altenkirchens anhand von Photos aus der Zeit der Jahrhundertwende bis heute (z. T. mit gleichen Motiven) zu dokumentieren. Im Jahre 1995 kam dem Leiter des Jugendzentrums Wolfgang Leins der Gedanke, die Ausstellung zum Jubiläum wieder einem Publikum zugänglich zu machen, diesmal aber in einem modernisierten Zustand, d.h. um Photografien aus diesem Jahre erweitert. So wie auch damals fanden sich Jugendliche in einer Arbeitsgruppe zusammen und befaßten sich mit der Konzeption der Ausstellung. Überarbeitet wurde das Konzept von L. Schneider.

L. Schneider

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Wilhelmstraße um 1910

Alte Häuser sind Handarbeit, das macht sie kostbar und lebendig. Mit der Axt wurden die Balken beschlagen, mit dem Hobel die Bretter geglättet. Und freihändig wurde der Putz angetragen, nur mit der Kelle möglichst glatt verstrichen, ohne Putzleiste und Latte. Gesimse, Ecken, Fensterlaibungen, Rundbögen, alles frei und schnell und sicher angetragen. Dünn, zwei Lagen nur, man spürt noch die feinen Unebenheiten des Mauerwerks darunter. So ein Putz überzieht das Haus wie eine lebendige Haut. Da spielen Licht und Schatten, wenn die Sonne darüber streift. Das Haus lebt. Handarbeit, von keiner Maschine zu erreichen.

Wilhelmstraße 1981

Heute geht schon fast die halbe Arbeitszeit damit verloren, daß der Maurer mit Haken, Leiste und Latte sich bemüht, das Haus so kantig und peinlich exakt zu glätten, als ob es die Tiefziehpresse ausgespuckt hätte. Der Handwerker hat die Konkurrenz mit der Maschine aufgenommen. Und heraus kommt die gleiche sterile Nüchternheit. Die kalte Glätte aller synthetischen Fließbandprodukte.

Schloßplatz 1920

Schloßplatz 1982

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