Das Wäller-Festival


Entstehungsgeschichte eines SV-Rock-Konzerts



– Der ganz normale Wahnsinn –

Wäller-Festival 2000Eigentlich ist es jedes Jahr aufs Neue ein absolutes Wunder, wenn das Wäller-Festival dann doch wieder einmal stattfindet. Zwar denkt man schon irgendwann im Frühjahr über diese Veranstaltung nach, erhält auch bereits erste Angebote von freiwilligen Helfern, doch plötzlich bemerkt man in den Sommerferien, dass man zuerst noch eine SV-Versammlung braucht, um überhaupt mit der Organisation beginnen zu können.

In diesem Augenblick beginnt der Stress, besonders, wenn man wie dieses Jahr feststellt, dass zwischen Sommer- und Herbstferien nur fünf Schulwochen liegen, in denen außerdem noch einige andere Veranstaltungen vorbereitet werden müssen.

Eine erste Erleichterung tritt erst dann ein, wenn ein Ausschuss gegründet wurde, die ersten Sitzungen stattgefunden haben und die Aufgabenbereiche innerhalb des Organisations-Teams verteilt wurden. Ab diesem Augenblick geht es richtig los: Ein Wechselbad der Gefühle und Hunderte von Fragezeichen, die das gesamte Festival noch immer gefährden können: Gibt es Terminschwierigkeiten? Haben wir Leute, die sich mit der Technik auskennen? Finden wir genug Werbepartner? Bekommen wir wirklich die Bands, die wir haben wollen? – Alle diese Fragen quälen die Mitglieder des Organisations-Teams bereits in der Vorbereitungsphase. Bis zum Abend der Veranstaltung reduzieren sich diese Fragen aber Gott sei Dank, zwar langsam aber stetig, bis schließlich am Nachmittag vor der Veranstaltung nur noch eine Frage übrigbleibt, die mindestens 1000mal an verschiedene Leute gestellt wird: „Was haben wir wohl vergessen?“

Aber schon Wochen bevor es zu der Veranstaltung kommt, überschlagen sich die Ereignisse. Es fällt einem plötzlich ein, dass man die Versicherung noch nicht abgeschlossen hat, Werbepartner aus den letzten Jahren springen plötzlich ab und man bekommt ein Gefühl, als ob sich alles gegen einen verschworen hätte.

Dann aber wendet sich plötzlich alles zum Guten: Die Terminfrist stets vor Augen, reißt sich das ganze Organisations-Team schließlich zusammen, arbeitet mit nahezu übermenschlichen Kräften an der Vollendung des Werkes „Wäller-Festival“, erschließt plötzlich ganz neue Wege und Möglichkeiten und irgendwie gelingt es dann doch immer wieder, dass bis zum Tage der eigentlichen Veranstaltung zumindest nichts überaus Wichtiges „>Wäller-Festival 2005vergessen worden ist.

Trotzdem ist es jedes Jahr aufs Neue faszinierend, dass letztlich so viele kleine Zahnrädchen ineinander greifen, plötzlich und unerwartet besser zusammenspielen denn je, dass einem vielleicht sogar noch der Zufall behilflich ist und es sich dann irgendwann Mitte Dezember doch wieder ereignet, dass in einem kleinen DIN-A5-Programmheft steht: „Herzlich Willkommen beim Wäller-Festival des Westerwald-Gymnasiums Altenkirchen“ und sich dann wieder ca. 400 bis 500 Besucher einen Abend lang an der bunten Musikmischung erfreuen können. Spätestens dann ist man sich auch im Organisationsteam einig, dass sich die Arbeit wirklich mal wieder gelohnt hat und dass man auch im nächsten Jahr wieder ein solches Konzert auf die Beine stellen möchte, das ganz allein von der SV organisiert wird und in den letzten Jahren stets sehr positive Kritiken erhielt.

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